Die kolorektalen Karzinome (Tumoren des Dick- und Enddarmes) sind in Deutschland unter den bösartigen Tumorerkrankungen die zweithäufigste Todesursache.
Aus diesem Grunde wurde ein Programm zur Früherkennung von kolorektalen Karzinomen entwickelt. Das bietet zwei verschiedene Untersuchungsmethoden an.
Hierfür bekommen Sie von Ihrem Arzt vorgefertigte Testpapiere, auf die Sie zuhause nach Vorschrift kleinste Mengen Kot von drei aufeinanderfolgenden Stuhlgängen auftragen.
Diese sind mit dem Datum zu beschriften und nach Abschluß in der Arztpraxis wieder abzugeben.
Im Labor können dann selbst kleinste Blutbeimengungen im Stuhl nachgewiesen werden. Blut im Stuhl bedarf unbedingt der weiteren Untersuchung. Aber nicht immer steckt gleich ein Tumor dahinter.
Ursachen für den Blutnachweis können z.B. Hämorrhoiden sein. Auch der Genuß bestimmter Nahrungsmittel und die Einnahme
von Vitaminen (Vitamin C) oder Medikamenten (Eisentbl., Aspirin) zeigt fälschlicherweise die gleiche Reaktion wie bei Blutbeimengungen.
Trotzdem gibt ein positives Testergebnis stets erste Hinweise, denen nachzugehen ist.
Ab dem 50sten Lebensjahr sollte der Papierstreifentest jährlich gemacht werden.
Natürlich müssen Sie auch genauestens auf Auffälligkeiten beim Stuhlgang, wie z.B. den plötzlichen Wechsel von Durchfall und
Verstopfung, achten.
Die Darmspiegelung ist eine Untersuchungsmethode, mit der der gesamte Darm genau angesehen werden kann. Sogenannte Polypen (können das Vorstadium eines Karzinoms sein) sind schon in der Frühphase der Entstehung zu erfassen und bis zu einer bestimmten Größe sofort durch Abtragung zu therapieren. Über den Untersuchungsablauf sowie die Vorbereitung erfahren Sie näheres durch Anklicken der Begriffe "Darmspiegelung" und „Polypen“.