Das Einlegen einer Ernährungssonde durch die Bauchwand wird erforderlich bei:
Ein flexibles (biegsames) Gastroskop wird durch den Mund über die Speiseröhre bis in den Magen geschoben. Eingeblasene
Luft entfaltet den Magen und so kann die geeignete Stelle für das Anlegen der Sonde ermittelt werden. Außen an der Bauchwand erfolgt eine örtliche Betäubung, danach punktiert der Arzt unter endoskopischer Kontrolle die Bauch- und Magenwand.
Patienten, bei denen eine Gastroskopie nicht möglich ist, bekommen die Sonde in Direktpunktionstechnik angelegt, wobei die Überwachung
durch Ultraschall- oder Röntgenkontrolle vorgenommen wird. Eine Rückhaltevorrichtung verhindert das Verrutschen der Sonde. Die Bauchdecke muß vor dem Eingriff desinfiziert werden, um einer örtlichen oder allgemeinen Entzündung vorzubeugen.
Für das Anlegen einer Ernährungssonde muß der obere Verdauungstrakt sauber, d.h. frei von Speiseresten sein. Bitte kommen Sie nüchtern zum Termin. Dazu dürfen Sie 5 Stunden vor der Untersuchung nichts mehr essen und trinken.
War eine Beruhigungsspritze nötig, ist Ihr Reaktionsvermögen für den restlichen Tag eingeschränkt. Sie selbst dürfen
dann nicht mehr aktiv am Straßenverkehr teilnehmen. Lassen Sie sich daher besser zur Untersuchung bringen und auch wieder abholen.
Bezüglich der Nahrungsaufnahme über die Sonde sollten Sie sich unbedingt an die Empfehlungen Ihres behandelnden Arztes halten. Wenn nach Anlegen der Sonde Schmerzen oder Symptome wie Schwindel, Übelkeit, Blutungen, Erbrechen oder Schweißausbrüche auftreten, informieren Sie bitte umgehend Ihren Arzt.
Solange die PEG-Sonde liegt, werden Sie regelmäßig vom Ernährungsteam betreut.
Über die entsprechenden Termine wird auch Ihr weiterbehandelnder Arzt informiert.